Betreff
Bau einer Bushaltestelle, Mobilstation und Fußgängerlichtsignalanlage im Bereich Sandkampstraße / Düsterbergstraße
Vorlage
691/25
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag/Empfehlung:

1.     Der Bau- und Mobilitätsausschuss beauftragt die Verwaltung Alternativen zu prüfen, die eine direkte ÖPNV-Anbindung der Caritas-Werkstätten in der Düsterbergstraße ermöglichen.

2.     Sofern eine direkte ÖPNV-Anbindung der Caritas-Werkstätten in der Düsterbergstraße nicht möglich ist, beschließt der Bau- und Mobilitätsausschuss den Ausbau der Bushaltestelle und der Mobilstation im Bereich der Sandkampstraße / Düsterbergstraße entsprechend der vorgelegten Ausbauplanung.

3.     Der Bau- und Mobilitätsausschuss beauftragt die Verwaltung die Maßnahme „Herstellung der Bushaltestelle, der Mobilstation und der Fußgängersignalanlage“ in die Förderanmeldung für den Ausbau der nächsten barrierefreien Bushaltestellen aufzunehmen.

4.     Der Bau- und Mobilitätsausschuss beschließt – bis zur finalen Klärung einer alternativen Anbindung der Caritaswerkstätten –, eine Fußgängerbedarfsampel als Baustellenampel in der Sandkampstraße aufzustellen.

Sollte eine direkte Anbindung der Caritaswerkstätten möglich sein, wird die Baustellenampel zurückgebaut. Sollte diese Anbindung nicht möglich sein, wird eine dauerhafte Fußgängersignalanlage entsprechend der vorgelegten Ausbauplanung erstellt.


Begründung:

Anlass

In dem aktuellen Nahverkehrskonzept der Stadt Rheine, das am 05.12.2023 (Vorlage 562/23/1) beschlossen worden ist, ist u.a. der Ausbau der Haltestelle „Düsterbergstraße“ vorgesehen.

Dies wird als Folge der Einstellung der G 2-Linie, die bisher an den Caritaswerkstätten anhält, zum nächsten Jahr erforderlich. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die Fahrgäste zu den Caritaswerkstätten an einer Haltestelle in fußläufiger Entfernung zur Werkstatt barrierefrei aussteigen können. Hierzu ist beabsichtigt, die bestehende Haltestelle der C 2 an der Sandkampstraße (Haltestellenname „Düsterbergstraße“) barrierefrei auszubauen und durch eine Fußgängerlichtsignalanlage zum sicheren Queren der Sandkampstraße zu ergänzen.

Um diesen Haltepunkt auch für weitere Beschäftigte des Gewerbegebietes attraktiver zu gestalten und um eine Alternative zum Wegfall der G 2-Linie anzubieten, sollen auf der östlichen Seite der Sandkampstraße in diesem Bereich Flächen zur Einrichtung einer Mobilstation, welche die verschiedenen Verkehrsarten miteinander verknüpft, eingerichtet werden. Mit diesen zusätzlichen Flächen kann der Bereich insgesamt als Mobilstation genutzt werden, so dass es möglich ist weitere Mobilitätsangebote, z. B. E-Tretroller für „die letzte Meile“ zum Arbeitsort vorzuhalten.


Weitergehende Prüfung

Die beschriebene Lösung stellt für Mitarbeitende der Werkstätten nicht die Ideal-Lösung dar. Da nicht wie bisher mit der G2-Linie direkt am Gebäude in der Düsterbergstraße aus- bzw. eingestiegen werden kann, sollten weitere Möglichkeiten zur Anbindung geprüft werden. Eventuell könnte die G1-Linie bei einem angepassten Linienverlauf in die Düsterbergstraße einfahren und somit die Caritaswerkstätten anfahren.

Diese Variante wird derzeit noch geprüft. Vorteil dieser Variante wäre, dass sich dadurch die relativ hohen Fahrgastzahlen der C2- Linie mit dem Fahrziel Caritaswerkstätten auf zwei Buslinien aufteilen können.

Bei einem positiven Ergebnis der Variantenprüfung müsste die Konzession, die entsprechend des Nahverkehrskonzepts beantragt worden ist und deren Genehmigung aktuell noch aussteht, geändert werden, bevor eine Änderung der Linienführung in der Praxis erfolgen kann.

Bis das Ergebnis der Variantenprüfung vorliegt wird vorgeschlagen, eine Baustellenampel als Fußgängerbedarfsampel aufzustellen. Dadurch können die Mitfahrenden der C2-Linie sicher die Sandkampstraße queren, die auch in 2026 noch Umleitungsstrecke für den Bau des Kreisverkehrs Lingener Damm/Römerstraße sein wird.

Sollte künftig eine Linie in die Düsterbergstraße fahren, würde die Baustellenampel ersatzlos zurückgebaut werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Anzahl der querenden Fußgänger an dieser Stelle deutlich reduziert würde.

Sollte eine Linienführung über die Düsterbergstraße nicht möglich sein, würde der Ausbauplan wie vorgelegt ausgeführt werden.

Die Haltestelle wird in die Förderanmeldung für den Ausbau der nächsten barrierefreien Bushaltestellen aufgenommen. Diese muss bis Ende des Jahres eingereicht werden, da die Haltestelle – unabhängig von der Errichtung einer Fußgängersignalanlage – im Fahrplan der C2-Linie enthalten ist.

Ausbaumerkmale

Bushaltestelle

Die sich auf der westlichen Seite der Sandkampstraße befindliche Haltestelle „Düsterbergstraße“ ist bisher lediglich am bestehenden Geh-/ Radweg eingerichtet. Der Bus hält auf dem Mehrzweckstreifen und die Fahrgäste nutzen den Geh-/ Radweg als Warte-, Einstiegs- und Ausstiegsfläche.

Die Planung sieht vor, die bisherige Geh-/ Radwegefläche und den Mehrzweckstreifen als Bushaltestelle mit Bushaltestellenkap auszubauen. Die Borde werden als rd. 18 cm hohe Busborde ausgebildet. Die Oberflächen der mit Betonsteinplatten befestigten Wartefläche erhalten ein taktiles Leitsystem. Zudem werden eine Wartehalle und Fahrradanlehnbügel eingeplant.

Fußgängersignalanlage

Für die geplante Fußgängersignalanlage wird ebenfalls ein taktiles Leitsystem vorgesehen. Technisch wird die Anlage mit einem Blinden-Akustiksystem und LED-Technik ausgestattet.

Mobilstation

Damit der gesamte Bereich als Mobilstation genutzt werden kann, müssen weitere Mobilitätsangebote zur Verfügung gestellt werden können. Dieses geschieht durch den Umbau und die Pflasterung der Nebenanlagen auf der östlichen Seite der Sandkampstraße. Hier wird für das Abstellen von Fahrrädern oder das Ausleihen von E-Tretrollern Platz geschaffen.

Die Ausstattung und Beschilderung erfolgt unter Anwendung des Gestaltungsleitfadens des Landes NRW für Mobilstationen mit einem einheitlichen Erscheinungsbild und einheitlicher Wegweisung.

Finanzierung

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rd. 190.000 €, wobei rd. 145.000 € auf die Bushaltestelle/Mobilstation und rd. 45.000 € auf die Fußgängersignalanlage entfallen.

Für die Umsetzung der Maßnahme (Bushaltstelle, Mobilstation, LSA) sind im Projekt 53170010202302 „Verkehrskonzepte“ ausreichend Mittel im Haushalt 2025 für 2026 eingeplant.

Sollte der noch zu stellende Förderantrag genehmigt werden, könnten für die Bushaltstelle und die Mobilstation rd. 90 % der förderfähigen Ausgaben vom Land bezuschusst werden. Die Förderfähigkeit der Fußgängersignalanlage wird in diesem Zusammenhang noch geprüft.

Ausbauzeitpunkt

Da das Förderfahren einen Vorlauf benötigt, wird die Umsetzung voraussichtlich in 2026/2027 erfolgen.


Anlagen:

Anlage 1: Lageplan Bushaltestelle Düsterbergstraße