Beschlussvorschlag/Empfehlung:
1.
Der Bau-
und Mobilitätsausschuss beauftragt die Verwaltung Alternativen zu prüfen, die
eine direkte ÖPNV-Anbindung der Caritas-Werkstätten in der Düsterbergstraße
ermöglichen.
2.
Sofern
eine direkte ÖPNV-Anbindung der Caritas-Werkstätten in der Düsterbergstraße
nicht möglich ist, beschließt der Bau- und Mobilitätsausschuss den Ausbau der
Bushaltestelle und der Mobilstation im Bereich der Sandkampstraße /
Düsterbergstraße entsprechend der vorgelegten Ausbauplanung.
3.
Der Bau-
und Mobilitätsausschuss beauftragt die Verwaltung die Maßnahme „Herstellung der
Bushaltestelle, der Mobilstation und der Fußgängersignalanlage“ in die
Förderanmeldung für den Ausbau der nächsten barrierefreien Bushaltestellen
aufzunehmen.
4.
Der Bau-
und Mobilitätsausschuss beschließt – bis zur finalen Klärung einer alternativen
Anbindung der Caritaswerkstätten –, eine Fußgängerbedarfsampel als
Baustellenampel in der Sandkampstraße aufzustellen.
Sollte eine
direkte Anbindung der Caritaswerkstätten möglich sein, wird die Baustellenampel
zurückgebaut. Sollte diese Anbindung nicht möglich sein, wird eine dauerhafte
Fußgängersignalanlage entsprechend der vorgelegten Ausbauplanung erstellt.
Begründung:
Anlass
In dem
aktuellen Nahverkehrskonzept der Stadt Rheine, das am 05.12.2023 (Vorlage
562/23/1) beschlossen worden ist, ist u.a. der Ausbau der Haltestelle
„Düsterbergstraße“ vorgesehen.
Dies wird als
Folge der Einstellung der G 2-Linie, die bisher an den Caritaswerkstätten
anhält, zum nächsten Jahr erforderlich. Hierdurch soll sichergestellt werden,
dass die Fahrgäste zu den Caritaswerkstätten an einer Haltestelle in
fußläufiger Entfernung zur Werkstatt barrierefrei aussteigen können. Hierzu ist
beabsichtigt, die bestehende Haltestelle der C 2 an der Sandkampstraße
(Haltestellenname „Düsterbergstraße“) barrierefrei auszubauen und durch eine
Fußgängerlichtsignalanlage zum sicheren Queren der Sandkampstraße zu ergänzen.
Um diesen
Haltepunkt auch für weitere Beschäftigte des Gewerbegebietes attraktiver zu
gestalten und um eine Alternative zum Wegfall der G 2-Linie anzubieten, sollen
auf der östlichen Seite der Sandkampstraße in diesem Bereich Flächen zur
Einrichtung einer Mobilstation, welche die verschiedenen Verkehrsarten
miteinander verknüpft, eingerichtet werden. Mit diesen zusätzlichen Flächen
kann der Bereich insgesamt als Mobilstation genutzt werden, so dass es möglich
ist weitere Mobilitätsangebote, z. B. E-Tretroller für „die letzte Meile“ zum
Arbeitsort vorzuhalten.
Weitergehende Prüfung
Die
beschriebene Lösung stellt für Mitarbeitende der Werkstätten nicht die
Ideal-Lösung dar. Da nicht wie bisher mit der G2-Linie direkt am Gebäude in der
Düsterbergstraße aus- bzw. eingestiegen werden kann, sollten weitere
Möglichkeiten zur Anbindung geprüft werden. Eventuell könnte die G1-Linie bei
einem angepassten Linienverlauf in die Düsterbergstraße einfahren und somit die
Caritaswerkstätten anfahren.
Diese
Variante wird derzeit noch geprüft. Vorteil dieser Variante wäre, dass sich
dadurch die relativ hohen Fahrgastzahlen der C2- Linie mit dem Fahrziel
Caritaswerkstätten auf zwei Buslinien aufteilen können.
Bei einem
positiven Ergebnis der Variantenprüfung müsste die Konzession, die entsprechend
des Nahverkehrskonzepts beantragt worden ist und deren Genehmigung aktuell noch
aussteht, geändert werden, bevor eine Änderung der Linienführung in der Praxis
erfolgen kann.
Bis das
Ergebnis der Variantenprüfung vorliegt wird vorgeschlagen, eine Baustellenampel
als Fußgängerbedarfsampel aufzustellen. Dadurch können die Mitfahrenden der
C2-Linie sicher die Sandkampstraße queren, die auch in 2026 noch
Umleitungsstrecke für den Bau des Kreisverkehrs Lingener Damm/Römerstraße sein
wird.
Sollte
künftig eine Linie in die Düsterbergstraße fahren, würde die Baustellenampel
ersatzlos zurückgebaut werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Anzahl
der querenden Fußgänger an dieser Stelle deutlich reduziert würde.
Sollte eine
Linienführung über die Düsterbergstraße nicht möglich sein, würde der
Ausbauplan wie vorgelegt ausgeführt werden.
Die
Haltestelle wird in die Förderanmeldung für den Ausbau der nächsten
barrierefreien Bushaltestellen aufgenommen. Diese muss bis Ende des Jahres
eingereicht werden, da die Haltestelle – unabhängig von der Errichtung einer
Fußgängersignalanlage – im Fahrplan der C2-Linie enthalten ist.
Ausbaumerkmale
Bushaltestelle
Die sich auf
der westlichen Seite der Sandkampstraße befindliche Haltestelle
„Düsterbergstraße“ ist bisher lediglich am bestehenden Geh-/ Radweg
eingerichtet. Der Bus hält auf dem Mehrzweckstreifen und die Fahrgäste nutzen
den Geh-/ Radweg als Warte-, Einstiegs- und Ausstiegsfläche.
Die Planung
sieht vor, die bisherige Geh-/ Radwegefläche und den Mehrzweckstreifen als
Bushaltestelle mit Bushaltestellenkap auszubauen. Die Borde werden als rd. 18
cm hohe Busborde ausgebildet. Die Oberflächen der mit Betonsteinplatten
befestigten Wartefläche erhalten ein taktiles Leitsystem. Zudem werden eine
Wartehalle und Fahrradanlehnbügel eingeplant.
Fußgängersignalanlage
Für die
geplante Fußgängersignalanlage wird ebenfalls ein taktiles Leitsystem
vorgesehen. Technisch wird die Anlage mit einem Blinden-Akustiksystem und
LED-Technik ausgestattet.
Mobilstation
Damit der
gesamte Bereich als Mobilstation genutzt werden kann, müssen weitere
Mobilitätsangebote zur Verfügung gestellt werden können. Dieses geschieht durch
den Umbau und die Pflasterung der Nebenanlagen auf der östlichen Seite der
Sandkampstraße. Hier wird für das Abstellen von Fahrrädern oder das Ausleihen
von E-Tretrollern Platz geschaffen.
Die
Ausstattung und Beschilderung erfolgt unter Anwendung des Gestaltungsleitfadens
des Landes NRW für Mobilstationen mit einem einheitlichen Erscheinungsbild und
einheitlicher Wegweisung.
Finanzierung
Die
Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rd. 190.000 €, wobei rd. 145.000 €
auf die Bushaltestelle/Mobilstation und rd. 45.000 € auf die
Fußgängersignalanlage entfallen.
Für die
Umsetzung der Maßnahme (Bushaltstelle, Mobilstation, LSA) sind im Projekt 53170010202302 „Verkehrskonzepte“ ausreichend Mittel im
Haushalt 2025 für 2026 eingeplant.
Sollte der
noch zu stellende Förderantrag genehmigt werden, könnten für die Bushaltstelle
und die Mobilstation rd. 90 % der förderfähigen Ausgaben vom Land bezuschusst
werden. Die Förderfähigkeit der Fußgängersignalanlage wird in diesem
Zusammenhang noch geprüft.
Ausbauzeitpunkt
Da das
Förderfahren einen Vorlauf benötigt, wird die Umsetzung voraussichtlich in
2026/2027 erfolgen.
Anlagen:
Anlage 1: Lageplan Bushaltestelle Düsterbergstraße
